Rotorua

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Mir stinkt’s…

Wir packen mal wieder. Diesmal jedoch mit dem Unterschied, dass wir die Trekking-Rucksäcke final packen. Wir haben keine Mehrtages-Tracks mehr vor. Wir paddeln nicht mehr den ganzen Tag. Die Schlafsäcke werden wir auch nicht mehr brauchen. Nach Hause schicken wäre teuer, egal ob per Flieger oder Schiff (das rund 2 Monate dauern würde). Die Sachen werden also für die Rückreise eingemottet. Deswegen stinkt’s mir aber nicht.

Die Fahrt nach Rotorua ist nur etwa 80km. Wir werden aber ein paar Stopps einlegen. Dieses „Häppchen-weise“ Fahren, raus und wieder rein in’s Auto, kann ermüdend sein. Deswegen stinkt’s mir aber nicht.

Unser erster Stopp sind die Huka Falls. Der sonst ruhig fliessende Waikato River führt kurz nach Taupō durch eine enge Stelle und über eine elf Meter tiefe Stufe. Die Konsequenz: Wildwasser. 220’000 Liter Wasser rauschen hier durch – pro Sekunde. Ein Stopp, der sich lohnt. Deswegen stinkt’s mir aber nicht.

Huka Falls

Wir fahren weiter. Das Wetter der Nordinsel zeigt sich wie so oft wechselhaft. Sonnenschein und starker, aber meist kurzer Regen wechseln sich ab. Im Auto kein grosses Problem. Deswegen stinkt’s mir nicht.

Unser nächster Stopp: Orakei Korako. Das „verborgene Tal“ ist ein Gebiet mit hoher geothermischer Aktivität. Es blubbert im Wasser, im Schlamm, Schote fauchen und Dampf sieht man immer irgendwo. Ja, das ist der Grund weshalb es mir stinkt. Schwefel, faule Eier. Mal mehr, mal weniger, aber es hört nicht mehr auf. Auch nicht in Rotorua. Es wird einem ganz klar vor Augen – und in die Nase – geführt, dass es unter einem brodelt.

Orakei Korako

Hier gibt es auch eine von weltweit zwei bekannten Höhlen in einem Geothermalgebiet, die andere ist in Süditalien. Wie Hiwa Nga Ana, die heilige Höhle, entstanden ist, ist unbekannt. Eine Theorie geht von einem gigantischen Hydrothermalausbruch aus, eine andere von einem Einbruch.

Hiwa Nga Ana

Wir fahren weiter nach Rotorua. Nach dem Ausladen des Autos regnet es. Wir warten in der Unterkunft ab, bis es aufhört. Das klappt nicht auf Anhieb, Petrus spielt wohl gerade mit dem Regen-Schalter. Es hört auf zu regnen, um dann gleich wieder anzufangen. Schliesslich gibt es aber doch noch eine genug lange Regenpause.

links das Rotorua Museum

Rotorua, 15/18°C, wechselhaft