Typisch…

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Plan D

Wir möchten zur Cathedral Cove, einer Höhle am Strand etwas weiter nördlich. Aus Sicherheitsgründen ist sie gesperrt, hat wohl unter den Wetterkapriolen gelitten.

An unserem Hausstrand gibt es die Whenuakura Island. Die geschützte Insel ist auch als Donut Island bekannt, aus dem einfachen Grund, weil sie eine Donut-Form hat. Rund mit Öffnung in der Mitte. Man kann über einen kurzen Tunnel in’s Zentrum des Donuts, kommt aber nur über das Wasser da hin. Wir möchten SUPs mieten. Heute werden aber keine SUPs vermietet. Kajaks sind die Alternative, die auch nicht vermietet werden.

Surfen ist… Es werden keine Boards vermietet… Was ist denn heute los? Liegt es am Wind? Den Wolken? Dem angekündigten Regen?

Das Wetter ist launisch

Es wird ein fauler Tag. Der kleine Spa Pool des Motels hilft aus… Zeit, um einen Blick zurück zu werfen. Wir sind nun zwei Monate in Neuseeland.

Typisch Kiwi

Typisch für die Neuseeländer ist, dass sie sich Kiwis nennen, wie ihr Nationalvogel.

Wenige Kiwis haben den Kiwi schon in freier Wildbahn gesehen. Zumindest gilt das für diejenigen, die wir getroffen haben.

Der Dialekt ist etwas gewöhnungsbedürftig. Besonders fällt das „e“ auf, das sie wie ein „i“ aussprechen. Als einzelner Buchstabe ist das klar, in Worten aber ungewohnt.

Wake up at siven, git out of your bids, brikfast at iight. Pack the tint, we have to leave at tin. OK? Yis!

Das „Wh“ wird wie ein „F“ ausgesprochen, folglich Fangamata (Whangamata), Buchstaben mit Strichen etwas länger betont, Māori.

Der Linksverkehr ist klar. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit ist 100 km/h. Auf unseren Autobahnen darf man schneller. Hier ist man deswegen aber nicht unbedingt langsam unterwegs. Die 100 darf man ausserorts fahren. Wenn eine Ortschaft kommt und die Strasse führt gerade durch, reduziert man auf 80 oder 70. Ist man in der kurvenreichen Stadt, fährt man 50. Bei Schulen o.ä. sind es 40 oder 30.
Die Strassen haben meist eine Spur pro Richtung. Überholen darf man häufig, übersichtlich ist es aber selten. Kurven, Kuppen, Wald… Da wartet man schon mal auf eine Passing Lane, ein kurzzeitig dreispuriger Abschnitt.
Brücken bauen sie liebend gerne einspurig. Wenn mehrspurig, bangt man um die Seitenspiegel. Á propos Seitenspiegel: Da machen Spinnen liebend gerne ihre Netze.
Mehrheitlich fährt man rücksichtsvoll. Licht-/Hupen haben wir nicht erlebt, etwas nah auffahren – naja. Man lässt den schnelleren Verkehr vorbei.
Baustellen gab es viele (30 km/h). Das kann mit dem kürzlichen Wetter zu tun haben.

Es gibt für ziemlich alles Mitgliedskarten oder Gutscheine. Für mind. einen Dollar einkaufen und einen 6 Cent pro Liter Gutschein (1x Tanken, max. 100 Liter) für die Tankstelle der Kette bekommen ist keine Seltenheit.

Häuser sind einstöckig, Ausnahmen sind die Zentren von Grossstädten. Die Fenster sind ein- bis zweifach verglast. Man kippt sie von unten nach aussen auf und schliesst sie über zwei einfache Hebel, indem man die Fenster zu klemmt. Bei Küche und Badezimmer gibt es auch öfters kleine Glaszeilen, die man über einen Hebel aufklappt. Isolation ist wohl weniger ein Thema. Dafür hatten wir im Badezimmer mehrmals beheizbare Spiegel.

Jede Steckdose hat hier einen eigenen Ein-/Aus-Schalter. Zwei Wandsteckdosen, zwei Schalter. Der Reiseadapter freute sich nicht immer über den zu nahe liegenden Kippschalter…

Plastik-Tüten bekommt man keine mehr beim Einkaufen. Papier- oder Stofftüten sind angesagt.

Flaschen: 600ml oder 2.25l sieht man oft, dann gibt es noch ganz kleine (2dl?) oder Dosen.

Sprechende öffentliche Toiletten. Was? Man drückt einen Knopf auf der Aussenseite, um die Tür zu öffnen, und schliesst sie über einen Knopf auf der Innenseite. Man wird freundlich informiert, dass ein 10min. Timer startet. Danach wird die Tür entriegelt. Bitte nicht bummeln.

Die Fussgänger-Ampeln geben ein akkustisches Signal, wenn sie auf grün umspringen. Sie pfeifen und blinken bald wieder rot. Nicht bummeln!

Dass NZ viele Schafe hat, ist bekannt. Sie haben aber auch viele Zucht-Rehe.

Hummeln sind hier die fleissigen Bienen. Sie kommen auch gerne neugierig „Hallo“ sagen und schwirren und krabbeln minutenlang um einen herum. Bienen sieht man weniger.

Der Wetterbericht bietet Extra-Service: Empfehlungen für Kleidung (Layer) und Gartenarbeit, aber auch für das Trocknen der Wäsche an Wäscheleinen werden angegeben.

Die Neuseeländer sind stolz auf ihr Land, zu recht. Sie machen häufig Ferien im eigenen Land – es ist ja auch abgelegen und setzt einen langen Flug zum Nachbarland voraus. Sie teilen ihre Heimat aber auch gerne mit Besuchern, helfen, geben Tipps. Wir haben sie als sehr offen und gastfreundlich erlebt.

Whangamata, 17-23°C, bewölkt, windig, regnerisch