Les Bassins des Lumières

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Wir starten mit einem ausgedehnten Spaziergang durch die Wohnviertel, die nicht überall so gut in Schuss gehalten werden und durch einen Park – immer auf der Suche nach Schatten. 35°C wurden prognostiziert. Unser erstes Ziel kommt da gelegen: Les Bassins des Lumières. Es handelt sich um Bunker, die im zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzung in 19 Monaten durch 6’500 Arbeiter errichtet wurden, um U-Boote zu stationieren und zu warten. Heute werden die Wände der Hallen mit Projektoren beleuchtet und erzählen in 360° Geschichten ohne Text, dafür untermalt mit Musik. Aktuell läuft der Aufstieg und Fall von Ägypten. Technisch gut umgesetzt, mit der Spiegelung im Wasser sehr beeindruckend, inhaltlich wird Vorwissen vorausgesetzt. Die Zwischen-Sequenzen mit U-Booten und Details zu den Bunkern am Anfang und Ende sind passender. Im Nebenraum wird auf die Bäume und deren Abholzung in Australien eingegangen, was uns besser gefallen hat.

Von den nicht kalten, aber immerhin schattigen Hallen geht es wieder in pralle Sonne. Wir queren den Fluss Garonne über eine Brücke – ohne Schatten. Der Weg verläuft nun neben einer Strasse – ohne Schatten. Aus der „Not“ entscheiden wir uns, etwas Neues auszuprobieren. Wir mieten ein E-Trottinet für EUR 0.35 pro Minute. Eines. Für eine Person. Die zweite Person (die, mit den längeren Beinen) nimmt wohl oder übel die Füsse in die Hand und im Eiltempo geht fährt/joggt man zum nächsten Schatten. Der beginnt dann auch kurz vor dem Darwin écosystème. Eine alte Kaserne wurde hier in ein modernes Zentrum mit einem Skatepark, Bäckerei und Cafés umgestaltet. Wir gönnen uns ein bissfestes Dunkle-Schokolade-Eis und einen Schokoladen Frappe, das im Gegenteil zum Eis nur einen kurzen Besuch der Schokolade hatte.

Gestärkt gehen wir zur Schokoladenfluss Garonne und starten eine Kreuzfahrt. Als Sparfüchse entscheiden wir uns für die Fähre für EUR 3.80 pro Person und fahren 20 Min. in die eine Richtung und anschliessend wieder zurück. Ob Fluss auf- oder abwärts ist gar nicht so einfach zu sagen: Es findet gerade der Wechsel von Ebbe zu Flut statt und so fliesst der Fluss mal in die eine, mal in die andere Richtung. 

Wieder müssen wir in der Sonne über eine Brücke und retten uns in den Schatten der Häuserschlucht. Abendessen. Auf dem Weg zum Hotel passieren wir nochmals eine der längsten Fussgängerzonen Europas, die 1’200m lange Rue Saint-Catherine.

17-35°C, sonnig