Doubtful Sound 1/2

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Das Wetter ist wechselhaft, manchmal tropft es etwas. Egal. Wir machen uns auf den Weg nach Pearl Harbour, Manapōuri. Von hier aus geht es mit der Fähre über den Lake Manapōuri, dann mit dem Bus über den Wilmot Pass zum Doubtful Sound.

Doubtful Sound vom Wilmot Pass aus

Overnight Cruise auf der Fjordland Navigator. Der Dreimaster fährt heute mit Motor. Die Segel würden zusätzlich um bis zu 3 Knoten beschleunigen und das Boot stabilisieren. Stabil fährt die Navigator bereits, Wellen hat es kaum.

Es regnet nun. Das ist eine gute Sache. Die Maori sagen, dass man gesegnet sei, wenn es regnet. Wasser bringt leben. Gesegnet sind wir – wir sind im Doubtful Sound.

Ein Sound und ein Fjord sind nicht genau das gleiche. Ein Fjord wurde durch einen Gletscher geformt und hat ein U-förmiges Tal. Ein Sound wurde durch einen Fluss geformt und hat ein V-förmiges Tal. Danach wurden beide durch das Meer geflutet.

Wir nähern uns dem Rand des Sounds und fahren in die Tasman Sea. Das spürt man deutlich.

We call it Motion of the Ocean

Crew Fjordland Navigator

Oh ja, Motion. Für mich kein Problem. Für andere… Sie sind zumindest abgelenkt, wir schauen New Zealand Fur Seals zu.

New Zealand Fur Seals

Wir drehen um, halten kurz darauf an. Aktuell ist es trocken. Es ist Zeit, aktiv zu werden. Sea Kayaking. In einzel-Kajaks paddeln wir der Küste entlang des Bradshaw Sounds, eines Seitenarms des Doubtful. Ein Seehund begleitet uns ein Stück. „Put on a warm layer“, sagten sie uns vor dem Kajaken. Meiner war etwas zu warm. Was mich etwas stört, freut andere. Die Sandflies verfolgen mich. Da kommt die anschliessende Abkühlung gerade recht. Die Kajaks werden versorgt, die Badehose angezogen. Wir schwimmen im Doubtful Sound. 18°C, erfrischend.

Nach dem Abendessen präsentiert uns der Naturalist Guide seine Eindrücke vom Sound. Sonne, Regen, Schnee und Eis auf dem Wasser, er hat schon alles gesehen. Wasserfälle, die seitwärts fallen und sogar auch schon einmal aufwärts, der Wind macht es möglich. Buckelwale und Delfine gibt es auch. Dann die Durchsage der Crew: Frühstück um 07:00. So muss Uralub sein. Dem Gesichtsausdruck der anderen Touristen – hauptsächlich Rentner – nach, sehen sie das wohl anders. Nach einem langen Tag geht es in’s Bett.

Doubtful Sound, 20°C, regnerisch