In der Nacht wird unsere Campsite von Horden von Opossums heimgesucht. Nachdem sie abends bereits einem Franzosen Äpfel aus dem Rucksack klauten und bei einem anderen Wanderer das Zelt von innen begutachteten, klopft auch bei uns eines an. Pech gehabt, wir haben unser ganzes Material im Glamping Zelt, hehe.
Am Morgen werden wir von einem Reh besucht. Auch die Rehe wurden hier ausgesetzt und gehören somit nicht hier her. Angst vor dem Menschen kennen sie nicht.

Heute wird es eine warme Dusche geben. Motivation. Die Rucksäcke sind noch immer schwer. Da die heutige Etappe aber kürzer ist und vor allem weniger Höhenmeter anstehen, trinken wir schon früher Wasser. Wir tragen es weniger weit, die Rucksäcke werden leichter.
Auch auf dieser Teilstrecke gibt es wieder Schlamm, aber deutlich weniger. Mein Highight: Ein Fantail fliegt zu uns und sucht nach Insekten. Er flattert um uns und die Wanderstöcke, setzt sich ab und an auf einen Ast, noch kurz direkt neben meinem Kopf (die Kamera passte nicht mehr dazwischen) und flog schliesslich weiter.

Von Zeit zu Zeit lichtet sich der Wald und die Küste offenbart sich uns. Hallo Oyster Catcher! Bei fast jedem Urlaub am Strand trifft man sich.

Der Weg geht nochmals leicht bergauf – der letzte Anstieg. Wir nehmen Tempo auf. Oben angekommen gönnen wir uns noch das Mittagessen (Cooked Breakfast, Tomaten-Kartoffelpü mit Ei). Der letzte Abstieg, wir kommen raus aus dem Wald. Der Rakiura Great Walk ist zu Ende. Auf der Strasse geht es bei Sonnenschein nochmals 2km zur Unterkunft – und zur Dusche. Der Tag ist allerdings noch nicht vorbei, wie sich noch zeigen wird…
Tag 3, 12-18°C, bewölkt/sonnig, 11km, 413m Anstieg, 04:18h




















