Doubtful Sound 2/2

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Noch bevor der Wecker klingelt gehe ich an Deck. Leider war der Stern, den ich aus der Kabine gesehen habe, einer von ganz wenigen. Mehrheitlich bewölkt. Trotzdem versuche ich einige Fotos zu machen.

Der Kapitän hat andere Pläne und stellt die Aussenbeleuchtung ein. „Nooooo…“. Um noch einen drauf zu setzen, startet er die Maschinen und dreht bei. Zeit für’s Frühstück. Hunger? Fehlanzeige. Das passt. Es folgt nämlich eine knirschende Durchsage des Kapitäns. Viel versteht man nicht, das eine Schlüsselwort aber reicht.

*kchchk* Dolphins

Captain Black (was für ein Name)

Die Kamera sowieso immer griffbereit stürme ich raus. Erst mal raus, dann schauen, wohin. Steuerbord, da sammeln sich die Leute. Und tatsächlich springen einzelne Bottlenose Dolphins aus dem Wasser. Die Säuger werden hier ungefähr 3.5m lang, rund ein Meter länger als die Verwandten in wärmeren Gewässern. So schnell wie sie auftauchten, so schnell waren sie auch wieder ausser Sicht.

Die frische Luft hat den Appetit angeregt, zurück zum Frühstück, mit super Aussicht. Die Landschaft entstand nicht von ungefähr. Es war Tu Te Rakiwhanoa, der mit seiner Dechsel die Fjorde formte. Als er fertig war, bestaunten andere Götter sein prächtiges Werk, darunter auch Te Hine-nui-te-po, die Göttin der Unterwelt. „Es ist so schön, die Menschen werden hier für immer leben wollen“, sagte sie. Um die Menschen davon abzuhalten, sie an ihre Gebrechlichkeit und den Tod zu erinnern und so die Gegend zu schützen, erschuf sie Wächter. Die Te Namu. Diese „kleinen Teufel“ sind heute noch da und performen ordentlich. Die Rede ist von den lästigen Sandflies.

Die schelmischsten Tiere hier sind die kleinen schwarzen Sandmücken, die sehr zahlreich und so lästig sind, dass sie alles übertreffen, was mir je begegnet ist. Wo sie beissen, verursachen sie eine Schwellung und einen so unerträglichen Juckreiz, dass man sich des Kratzens nicht enthalten kann, was zuletzt Geschwüre wie die Pocken hervorruft.

Captain Cook

Wir fahren mit gesetzten Segeln in einen Seiten-Arm des Sounds. Der Kapitän stellt die Motoren und Generatoren aus.

Enjoy the Sound of silence

Damit endet auch unser Ausflug in den Doubtful Sound.

Doubtful Sound, 22°C, bewölkt dann sonnig