Der Titel könnte auch „Timing lauten“…
Wir starten früh in den Tag und fahren gleich los nach Cauterets und etwas weiter zu einem Parplatz. Die Strässchen kennen wir aus dem Wallis: Kurvenreich und schmal, mit Haarnadelkurven. Zum Glück kommt nur wenig Gegenverkehr, unser Brummi hat Platzbedarf. Zunächst ist es bewölkt, dann sind wir in den Wolken – und dann plötzlich drüber. Wir kommen kurz darauf am Parkplatz an, steigen aus, gehen durch die Talstation der Bahn und machen gleich wieder ein paar Schritte zurück. Es regnet.
Wir checken das Regenradar, nach 10 Min. gehen wir wirklich los. Die Sonne kommt raus und wir schauen uns einen Wasserfall an.

Es folgt gleich ein Restaurant nach nicht mal einem Kilometer. Mein 6. Sinn schlägt an, der Schweizer Berggeissli-Sinn. Was als leichter Nieselregen beginnt, ist kurz darauf ein starker Platzregen. Wir sitzen unter dem Vordach des Restaurant mit einer Chocolat chaud.

Der Regen lässt nach und wir gehen weiter. Ein steiler Anstieg gleich zu beginn. Man hätte eine Bahn nehmen können – wir nicht. Wir sind gerade kurz vor dem Ende des Sessellifts, da kommt der nächste Platzregen. Unser kleiner Knirpsschirm erweisst seine Dienste. Weiter wandern geht nicht, dafür ist er zu klein. Wir warten die 5 Minuten einfach ab und entdecken nachher den Unterstand neben der Bergstation des Lifts. Den nächsten Regenschauer abwarten oder die 15 Minuten zum nächsten Restaurant in Angriff nehmen? Wir gehen weiter, machen aber kurz darauf wieder Pause unter Bäumen. Regen. Es hört wieder auf. Wir gehen weiter und entscheiden uns, nicht zum Restaurant, sondern am Lac de Gaube entlang in das Tal zu wandern. Die Sonne drückt durch.

Am Ende des Sees angelangt, gönnen wir uns unser Mittagessen, Sandwiches. Hier liegt eine wunderschöne Ebene, von der aus diverse Bächlein in den türkis grünen See münden. Nach einer Pause gehen wir in schnellen Schritten am See entlang zurück zum danebengelegenen Restaurant. Meine Frage, ob die Toilette ruft, wird verneint.
Es kommt etwas…
Wir kommen an. Super pünktlich. Der nächste Platzregen schüttet nur so runter. Auch der hält nicht länger als 10 Minuten an und wir starten den Abstieg. Ohne Pause tänzeln wir über den felsigen Weg zur Talstation. Kaum da angekommen, regnet es wieder. Mit dem schweren Bus fahren wir gemütlich den Berg runter. Wieder im Tal stellt sich dann noch die Frage, ob ein Auto das richtige ist oder ob ein Boot doch besser wäre. Aber wir schaffen es zurück.
15-22°C, regnerisch





































