Früh aufstehen. Wir fahren die 30min. nach Denham, wo wir um 08:30 für die Francois Perron National Park 4WD Tour eingesammelt werden. Ein Aboriginal Guide zeigt uns den National Park, die Tiere, Pflanzen und Essen/Medizin im Busch. Wir warten. Der Guide kommt nicht, aber ein anderer Kollege mit „bad news“. Er startet ein Telefonat und reicht uns das Telefon. Wegen einem Zwischenfall muss die Tour (sehr) kurzfristig abgesagt werden. Sie haben versucht, uns auf andere Anbieter umzubuchen, die sind aber alle voll. Tja, da kann man nichts machen. Der Überbringer der Nachricht stellt fest, dass wir mit ihnen morgen Tauchen gehen. Mindestteilnehmerzahl: fünf, aktuell sind es zwei – wir. Vielleicht kann er zwei Schnorchler einer anderen Tour zu uns buchen, das setzt aber ein Tauch-Brevet voraus. Unwahrscheinlich. Wir überlegen, uns zu den Schnorchlern zu buchen, da braucht es aber mindestens sechs…
Wir warten vor dem Visitor Center, das um 09:00 öffnet, um eine andere Tour zu finden. Alles ausgebucht. Durch die fortgeschrittene Zeit können wir ganztages Touren sowieso knicken. Wir haben ein paar Optionen mit viel Wenn und Aber…
Erst mal das Auto voll tanken, wir haben „nur“ noch einen halben Tank für rund 300km (nächste Tankstelle ca. 180km entfernt). Ne, doch nicht, an drei Tankstellen ist kein entsprechendes Benzin vorhanden. Glücklicherweise stehen wir mit dem halben Tank noch nicht so schlecht da. Heute will es einfach nicht…
Mittlerweile ist es 13:30. Unser Programm heute: Warten. Warten bis 11:30. Warten auf einen Rückruf. Warten bis 12:30. Warten bis 13:00. Aus einer 4WD halbtages Tour ird nichts mehr. Wir sollten noch bis 15:30 warten, um Bescheid für den Tauchausflug zu bekommen. Das Visitor Center unterstützt uns unermüdlich. Wir fällen eine Entscheidung. Heute bietet sich „nur“ eine Option für einen Aus“flug“: Ein Photo Scenic Flight. Ein Rundflug für Fotografen. Was das beudeutet? Man nehme eine Cessna, berechnet einen höheren Preis und – entfernt die Tür. Gut gesichert können wir einen ungetrübten Blick ohne Reflexionen in Fenstern aus dem Loch werfen. Das Resultat sind viele, sehr viele Fotos. Der rote, orange und weisse Sand, Wasser von dunkelblau über türkis bis klar… Dreht sich das Flugzeug nur um ein paar Grad, ändern sich die Farben durch den anderen Lichteinfall. Einfach überwältigende Kontraste, die wie Wasserfarben in einander über gehen. Haie, Mantas und wohl auch Dugongs (die allerdings von der Farbe her schwierig zu sehen sind) sieht man ab und zu. Der Tag ist gerettet. Auf dem Weg zurück hat sogar die Tankstelle wieder Benzin. Das kann sonst auch mal eine Woche dauern…


Denham, 18-27°C, sonnig






























































