Under The Sea

  • Beitrags-Kategorie:Bali / Tauchen
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Wir werden abgeholt. Die Orientierung haben wir nach kürzester Zeit verloren. So viele kleine, verwinkelte Gässchen, viele enden plötzlich. Vermutlich wurde hier ohne Planung angebaut und die Strässchen den Gebäuden angepasst. Wir kommen beim Bali Fun Diving Office an. Die Ausrüstung wird richtig anprobiert, nur der Neo wird einfachheitshalber an den Rücken gehalten. Zum Glück fällt den Zuschauern auf, dass mir der Neo nur bis zu den Waden reicht. „It’s a Shorty“.

Wir haben zusammen mit drei anderen Tauch-Operatorn das Boot Dani Dream (MEL UND DANI?!?!) und fahren 45 Min. zur Insel Nusa Penida. Die Wellen sind hoch und lang, dafür mit grösserem Intervall. Es schaukelt nicht besonders. Ist man aber im Wellen-Tal, sieht man nur noch Wasser.

Unser erster Dive Spot heisst Manta Point, eine Cleaning Station für, naja, Mantas. Im Zentrum ein Fels. Wir tauchen ab auf 8m bei mässiger Sicht, vielleicht 11m mit vielen Schwebeteilchen. Nichts. Wir und andere Taucher schauen sich um. Nichts. Dann klingelt ein „Aufmerksamkeits-Glöckchen“ und immer mehr Finger zeigen nach hinten. Ein Manta kommt. Er verschwindet hinter dem Felsen und ein anderer kommt hinter dem Felsen hervor. Einer schwimmt im Gegenlicht schön über mich. Was für ein Video! Hätte ich die Aufnahme bloss gestartet… Es bleibt bei ein paar Silhouetten in der Ferne.

Wir sehen dem Treiben noch etwas zu und ziehen uns in tieferes Gewässer zurück. Viele Hart- und Weichkorallen, verschiedene Fische aber keine grösseren Schwärme. Wir drehen schliesslich wieder um und schauen nochmals bei den Mantas vorbei. Die Sicht und das Licht wurden sogar etwas besser. Man weiss allerdings nicht immer, ob man gerade beobachtet oder beobachtet wird…

Nach einer Pause fahren wir zur Crystal Bay. Sandiger Boden. Der Guide zeigt mit einem Stäbchen auf ein Ästchen. Ja und? Er zeigt nochmals drauf. Das Ästchen greift mit seinem Schwanz nach dem Sräbchen. Ein Seepferdchen! Eine Welle sorgt dafür, dass das Seepferdchen ordentlich durchgewirbelt wird. Ich lass es in Ruhe. Wir tauchen weiter und passieren eine Sprungschicht. Gekräuseltes Wasser deutet darauf hin – wir spüren den Temperaturunterschied zwischen den Wasserschuchten deutlich. Von angenehm wird es plötzlich kalt. Lieber wieder etwas aufsteigen. Wir sind aus Gründen hier, wenn auch eine ordentliche Portion Glück nötig ist. Im Juli fängt die Mola Mola, Mondfisch, Saison an. Das Glück haben wir nicht…

Wir fahren noch einen dritten Tauchspot an. Beim SD Point machen wir einen Strömungs-/Drift-Tauchgang. Das Boot setzt uns ab und wir treiben unter Wasser am Riff vorbei. Und zwar mit ordentlich Tempo. Ab und zu „verstecken“ wir uns vor der Strömug hinter Felsen oder Korallen. Nur so kommt man zum Stillstand. Gegen die Strömung anschwimmen überlassen wir den Fischen. Nach einer Weile tauchen wir auf und sehen noch einige Schildkröten, bevor uns das Boot wieder einsammelt.

Bali, 23-29°C, Wasser 25-29°C