Um 07:00 gibt es Frühstück, danach werden wir abgeholt. Vamos a la playa! Dort warten die „Sit on top“ Kayaks auf uns. Ein Kajak nach dem anderen wird zu Wasser gelassen und fährt ein paar Meter vom Strand weg, um den anderen Platz zu machen. Kaum haben sich alle versammelt, kommt diese Welle. Diese eine Welle. Nun sind es „Sit in the Water“ Kayaks. Die Kameras sind glücklicherweise wetterfest. Wir paddeln raus zu den Tintoreras, kleine vorgelagerte Inselchen. Wir werden empfangen von Fregattvögel und Pelikanen. Unser Guide Ricardo erklärt fleissig, auch wenn unsere Blicke weiter ziehen…

Zwei blaue Punkte leuchten förmlich auf dem dunklen Lavastein – Blue-Footed Boobies. Daneben Galapagos Pinguine. Im Wasser Seehunde. Sally lightfoot Crabs aka rote Klippenkraben. Galapagos schlägt wieder zu.
Neugierig werden wir auch von Pinguinen im Wasser beäugt. Sie schwimmen um uns herum, tauchen unter den Kajaks durch. Dann will der Guide weiter zu den Wellen.
Er meint ja wohl nicht die Brecher da hinten…
Doch, meint er. Er entscheidet sich dann aber trotzdem vorher abzudrehen, Wir haben schliesslich Kameras dabei. Wetterfest, keine U-Boote… Wir sind uns einig, dass wir „nur wegen den Kameras“ abdrehen…
Mit „ein paar“ Fotos und Videos paddeln wir schliesslich zurück an’s Ufer. Dort rüsten wir um und gehen zu Concha de Perla schnorcheln. Die ca. 22°C Wassertemperatur fühlt sich kälter an. Die Sonne ist auch hinter den Wolken. Wir suchen Seepferdchen bei den Mangroven, leider erfolglos. Dafür tummeln sich da viele kleine Shrimps. Und von hinten pirscht sich ein Seehund an. Mit seiner Wendigkeit und Geschwindigkeit deklassiert er uns.
Wir geben schliesslich der Kälte nach. Es ist auch Essenszeit. Frisch gestärkt spazieren wir wieder zu Concha de Perla und die Hartgesottenen versuchen nochmals ihr Glück. Bei Ebbe und Sonnenschein wirkt das Wasser klarer. Ein schwimmender Iguana wird gesichtet, es folgt ein verspielter Seehund und zum Erstaunen aller schwimmen plötzlich drei kleine Eagle Rays beim Einstieg vorbei. Galapagos liefert wieder ab.
Einmal mehr erweist es sich als sehr hilfreich, dass Tatiana und Mario Spanisch sprechen. Abgesehen von den Guides sprechen hier nämlich sehr wenige Englisch. Das Bestellen des Abendessens, vor allem mit den speziell zusammengestellten Tages-Menüs, ist somit jeweils eine kleine Herausforderung. Müdigkeit macht sich breit. Es wird versucht, das Essen zu salzen. Der Erfolg bleibt aus. Ist auch kein Salzstreuer, sondern ein Zahnstocher-Spender. Die spanische Erklärung des Restaurants-Arbeiters hat nur wenig geholfen, die Erkenntnis kommt aber doch noch. Zeit fürs Bett.
Isabela, 22-28°C, vormittags bewölkt, nachmittags sonnig


















