Nicht von dieser Welt. Vorsicht Meeresschildkröte. Kurz: Los Tuneles. Aber wie immer der Reihe nach.
Morgens, 04:00. Was macht man dann? Es wird ein Kinder-Lied komponiert.
Ein klitzekleiner Gecko,
klettert dein Ärmchen hoch.
Und dieser kleine Gecko,
Der krabbelt in dein Ohr!!
Isabela regt die Kreativität an. Um 07:30 gönnen wir uns das Frühstück. Unsere Aktivität startet später, weshalb wir einen Spaziergang zu einem See um die Ecke machen. Ein paar Flamingos stehen auf einem Bein. Wir gehen weiter zum Strand. Ein paar Tölpel fliegen am Strand entlang und kümmern sich um ihr Frühstück. Im Sturzflug schiessen sie nah am Strand ins Wasser.

Wir gehen weiter und machen einen Stopp beim Iguana Hotel. Ein Platz, wo sich die Echsen ausruhen und sonnen können.

Wir drehen wieder um und sammeln beim Hotel Loja unsere Sachen zusammen für den heutigen Ausflug. Ein Pickup holt uns ab und bringt uns zum Pier. Wir steigen um auf ein Boot, das uns mit gut Tempo entlang der Küste nach Westen fährt. Wir sehen grosse Schatten im Wasser, manchmal auch noch etwas ausserhalb des Wassers. Mantas! Mit grossen Augen staunen wir nicht schlecht, aber die gehören leider nicht zum Programm und unser Boot fährt weiter zu einem Fels im Wasser. Nazca Boobies gibt es hier zu sehen.

Nach weiteren zehn Minuten erreichen wir unser Ziel: Los Tuneles. Ein Labyrinth geschaffen durch Lava. Wir legen an und essen erst mal etwas. Pasta aus Tupperware, passt. Wir sind die einzigen hier für den Moment. Ab und zu sehen wir grosse Meeresschildkröten im Wasser, cool! Dann gehen wir an Land und schauen uns um. Pools, Brücken, Inseln, Kakteen… Eine sehr ungewöhnliche Landschaft, es könnte ein anderer Planet sein…

Wir fahren zehn Minuten weiter in eine geschützte Bucht zum Schnorcheln. Die nachträglich gekommenen Touristen lassen wir hinter uns. Unsere Gruppe wird heute durch Faisal erweitert. Er hat ständig ein Lächeln im Gesicht und staunt über die Natur. Er gesteht uns, dass er grossen Respekt vor dem Schnorcheln hat. Der Gedanke, mit dem Gesicht im Wasser zu sein, gefällt ihm nicht. Wir beruhigen ihn. Wir sind ja in der Nähe und hier gibt es viel zu sehen, das lohnt sich. Man kann ja nicht ständig mit Haien schnorcheln. Sein „Ihr verarscht mich“-Gesichtsausdruck weicht dem „Pures Entsetzen“-Gesicht. Wir beruhigen ihn wieder.
Alles überhaupt kein Problem – solange du nicht der langsamste Schwimmer bist…
Das seichte Wasser ist klar, solange wir nicht selbst Material aufwirbeln – oder die riesigen Schildkröten. Ab und zu überraschen sie uns, indem sie aus dem Nichts erscheinen und dicht an uns vorbei gleiten. Wir haben ja bereits Schildkröten gesehen. Aber hier hatten wir bis zu drei auf engstem Raum.
Ich muss aufpassen, dass ich nicht auf eine Schildkröte stehe.
Mel
Grosse, braune, gut getarnte Seepferdchen klammern sich hier auch an Mangroven fest. Und dann gibt’s noch die Whitetips… Unter kleinen Lava-Vorsprüngen entspannen die Haie. Sie stellen keine Gefahr dar. Vor dem Lava-Stein muss man sich aber in Acht nehmen. Vorsicht scharf. Faisal hat auf jeden Fall die Zeit seines Lebens. Er taucht unter jeden Vorsprung und winkt uns herbei, wenn er wieder einen Hai gefunden hat. Dass er von uns noch Erinnerungsfotos bekommen wird, rundet das Erlebnis ab.
Wir schnorcheln von einem Pool zum nächsten, bis es nicht mehr weiter geht. Oder doch? Über einen ultra-seichten Abschnitt robben und krachseln wir, mehr ausserhalb als im Wasser, in einer Reihe in den nächsten Pool. Wir werden mit einem weiteren Weissspitzenriffhai belohnt. Zurück geht’s wieder krabbelnd über den gleichen Weg. Nach etwa 1:15h spürt man dann doch etwas die Kälte und wir gehen wieder an Bord.
Wir fahren langsam los und machen kurz darauf nochmals halt. Nachdem wir vorher vier Golden Rays passiert haben, ist nun ein gigantischer Schatten im Wasser neben uns. Ein Manta. Ich strecke eine Actioncam in’s Wasser und treffe leider nicht so gut die Höhe. Aber auch von über Wasser ist die Erscheinung schwer beeindruckend…
Mit vielen neuen Eindrücken fahren wir zurück nach Puerto Villamil. Nach dem Abendessen gibt es noch einen Maiskolben, den „Choclo“, als Snack und wir bereiten die frühe Abreise für morgen vor.
Isabela, 21-26°C


















































