Wellington

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Was. Für. Ein. Tag.

Der Autoverleih in Wellington fragt nach, wann wir das Auto abholen. Sie haben ja nur begrenzte Öffnungszeiten, bis 18:30. Ich gebe unsere Fähre durch, Blue Bridge Abfahrt 14:00, Ankunft nach drei Stunden. Allerdings sind wir dann beim Blue Bridge Terminal, nicht beim Inter Islander und ihrer Filiale. Ich frage auch gleich nach einem Plan B. Das würde bedeuten, das Auto am Folgetag bei der Stadt-Filiale abholen. Geht klar für sie.

Das Hotel meldet sich. Wann machen wir den Check-In? Sie haben ja nur begrenzte Öffnungszeiten, bis 19:30. Copy & Paste. Plan B: Schlüssel deponieren, bezahlt habe ich im Voraus.

Die Fähre meldet sich. Wegen starkem Swell und somit hohen Wellen verzögert sich die Abfahrt. Neu zwischen 15:00 bis 15:45.

Ich melde mich beim Auto Verleih und Hotel mit den neuen Daten. Sobald ich mehr weiss, hören sie von mir.

Wir checken unser Gepäck bei der Fähre ein. Uns Passagiere kann man noch nicht einchecken, warum auch immer. Wir wollen das Auto in Picton abgeben. Klappt leider gerade nicht, sie haben ja nur begrenzte Öffnungszeiten, 11:30-13:30 und um vier nochmals kurz. Wir vertrödeln die Zeit und schauen um 12 nochmals vorbei. Noch immer keine Menschenseele da. Wir rufen an. Anrufbeantworter. Neuer Versuch. Erfolgreich. Man will aber nicht zum Schalter kommen, einfach den Schlüssel einwerfen. Da wir allerdings während der Fahrt einen Parksensor „verloren“ haben (Steinschlag?), piepst die Karre wie blöd sobald man unter 10km/h fährt oder still steht, auch an der Ampel. Ich habe die Sensoren kurzerhand deaktiviert. Ich würde das gerne zeigen.

Ah, that’s fine.

Schüchterne Person am Telefon

„Fine“ sind gute Nachrichten, auch wenn ich misstrauisch bleibe. Später werden wir die Abrechnung ohne zusätzliche Kosten bekommen. Glück gehabt. Also zu Fuss wieder zurück zum Fähren Check-In. Wir warten. 15:00, keine Bewegung hier. Es kommt eine neue Email des Autoverleihs in Wellington für das zweite Auto. News?

Ja Mann, das wird wohl nichts mit heute. Danke für die dauernden Nachfragen… Das Hotel hätte auch gerne ein Update. Könnte passen.

Um 15:35 geht’s dann los. Wir werden in einen Bus verfrachtet und zur Fähre gefahren – ein Katzensprung von unserem ehemaligen Mietwagen entfernt. Egal. Die Fähre fährt dann tatsächlich um 15:45 ab. Wir haben es zwar noch nicht geschafft, aber einen wichtigen Schritt sind wir allemal vorwärts gekommen.

Tschüss Picton, tschüss Südinsel 🥲

Wir fahren durch den Queen Charlotte Sound. Die grosse Fähre ist erstaunlich maneuvrier-freudig. Mit jeder Kurs-Korrektur ändert sich das Licht und somit die Farben und Schattierungen.

Wir fahren vorbei an diversen Leuchttürmchen und dann auf das offene Meer, die Cook Strait. Das merkt man, der Seegang nimmt zu. Aber bei weitem nicht schlimm.

Wir schaukeln nach Wellington

Kurz vor sieben sind wir angekommen. Das wird was mit dem Hotel. Die Passagiere stehen schon bei den Autos bereit zum Aussteigen. 19:00. Doch noch gibt es keinen Ausgang. Dann: Die Luke geht runter – nur im Schneckentempo, dafür mit viel Lärm. NA LOS! Auch diese Hürde meistern wir. Jetzt brauchen wir nur noch das gezwungenermassen eingecheckte Gepäck. Wir warten wieder. Ich mache schon mal ein Taxi klar, das einzige. Zwei Personen, vier Gepäckstücke. Kein Problem, er wartet. Gut. 19:20, wir kommen an’s Gepäck, ab zum Taxi – dessen Fahrer gerade andere Touristen mit einem Schulterzucken zu mir einlädt. Trottel! Taxi per Telefon rufen. 19:32 am Hotel, Rezeptionistin ist gerade weg gegangen. AAAHH! Aber sie hat den Schlüssel deponiert. Die Frau verdient einen Orden. Wir sind angekommen. Nord-Insel. Wellington. Zum Einkaufen ist es zu spät. Wir bräuchten eigentlich etwas für’s Frühstück und neue Nerven. Naja, das wird auf morgen verlegt. Während die Leute hier in’s Wochenende feiern, fallen wir müde in’s Bett. Wir sind im Norden…

Wellington, 14-18°C, sonnig